Proktologie

PROKTOLOGIE

PROKTOLOGIE

Bei der Proktologie (gr. Proktos = After) handelt es sich um die Lehre der Enddarmerkrankungen. Im dermatologischen Zusammenhang sind es insbesondere die Veränderungen und Erkrankungen der Haut um den After und an den hautnahen Schleimhäuten des Anus.
Der anatomisch zwar recht kleine, aber in sich sehr komplexe Anus stellt die Grenze zwischen unserer Haut und unserem Darm dar. Die neurologische Versorgung dieser Region weist ähnlich viele Nervenenden auf wie unsere Zunge, wodurch schon leichteste Beschwerden das körperliche Wohlbefinden erheblich einschränken und gegebenenfalls auch auf andere ernsthafte Erkrankungen hinweisen können.
Juckreiz am After ist mit 35% eines der Grundsymptome aller proktologischen Patienten. Aus diesem Grund ist die Proktologie ein wichtiger, wenn auch oft aus Schamgefühlen nicht angesprochener Bestandteil der Dermatologie. Verschiedene Faktoren können hier ursächlich sein, wie beispielsweise lediglich ein falsche oder übertriebene Analhygiene, aber auch ein Hämorrhoidalleiden, eine Allergie, eine Tumorerkrankung oder Infektionen (Bakterien, Pilze, Viren, Würmer und andere Parasiten).
Da Infektionen häufig durch Geschlechtsverkehr übertragen werden, gehört die Proktologie zudem in den Bereich der Venerologie (gr. Venus = Göttin der Liebe). Am After und im Anus können somit alle sexuell übertragenen Krankheiten (STIs) auftreten wie auch genital oder oral.
Wir beraten, untersuchen und behandeln Sie gerne bei folgenden Veränderungen oder Erkrankungen:
  • Analekzeme durch vergrösserte Hämorrhoiden, allergisch-bedingt, im Rahmen einer Neurodermitis oder im Rahmen vieler anderer Enddarmerkrankungen
  • Hämorrhoidalleiden
  • Marisken sind harmlose Hautfältchen am After, häufig spontan im Alter oder nach Geburten auftretend, die eher bei der Analhygiene oder aus kosmetischen Gründen stören
  • Analvenenthrombosen sind meist sehr schmerzhafte, plötzlich auftretende, manchmal blutende Knoten am Analrand mit hoher Selbstheilungstendenz
  • Analfissuren sind sehr schmerzhafte Einrisse am Afterrand oder im Analkanal und können akut auftreten oder chronisch persistieren
  • Analabszesse und Analfisteln stellen akute und chronische infektiöse Geschehen dar
  • Feigwarzen/Condylomta ani und alle anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (Gonorrhoe, Syphillis, Chlamydien, Mycoplasmen, Herpes genitalis, Trichomonaden)
  • Vorstufen von Analkrebs sowie manifeste Analkarzinome und tief sitzende kolorektale Karzinome sowie Rektumkarzinome (Darmkrebs)
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa)
  • Entzündungen des Enddarmes durch Röntgenbestrahlungen der Prostata oder der Gebärmutter nach Krebserkrankungen im urogenitalen bzw. gynäkologischen Bereich